Warzen: Besprechen allein hilft nicht

Um Warzen rankt sich allerlei Aberglaube. Man soll mit ihnen sprechen oder eine Schnecke bei Vollmond darüber kriechen lassen, dann würden sie verschwinden. Medizinisch erklärt sich das plötzliche Kommen und Gehen eher so: Die gutartigen Hauttumore werden durch eine Form des Humanen Papillom-Virus (HPV) ausgelöst. Und wie bei allen Viren ist der Körper besonders dafür empfänglich, wenn er geschwächt ist. Ist das Immunsystem wieder fit, kann es sich oft von alleine zur Wehr setzen – oder aber mit ärztlicher Hilfe.

Wege der Ansteckung

Mehr als 80 verschiedene HPV-Typen sind heute in der Medizin bekannt und können ganz bestimmte Warzenarten auslösen. Mal dringen sie durch direkte Berührung einer Warze in die Epithelzellen der Haut ein. Mal ist es eine indirekte Ansteckung, die zum Beispiel beim Anfassen einer Türklinge oder beim Barfußlaufen im Schwimmbad passiert. Gerade in nassen Räumen ist die Gefahr am größten. Denn aufgeweichte oder verletzte Haut ist sehr anfällig für eindringende Viren.

Verschiedene Arten

Nach Wochen oder Monaten zeigt sich an der infizierten Stelle eine Hautwucherung, die eine gewöhnliche Verruca vulgares sein kann. Sie erscheinen meist im Kindesalter als erhabener, schuppiger Knoten an Händen und Füßen. Bei Flachwarzen (Verrucae planae) handelt es sich um kleine, rötliche Papeln an Gesicht und Handrücken. Daneben gibt es Stachel-, Pinsel- und Fadenwarzen, die allesamt harmlos sind und sich oft von selbst zurückbilden. Unangenehmer sind tief wuchernde, schmerzhafte Dornwarzen an den Fußsohlen. Und dringende Therapie brauchen sexuell übertragbare Feigwarzen, die zu bösartigen Tumoren entarten können.

Individuelle Behandlung

Im Gegensatz zu Feig- und Dornwarzen müssen anderen Warzenarten nicht unbedingt behandelt werden. Es sei denn, sie treten gehäuft auf oder werden als kosmetisch störend empfunden. Vereisung mit flüssigem Stickstoff, elektrische Verschorfung und regelmäßige Abtragungen durch Kürettage gehören dabei ebenso zum Therapiespektrum wie Laser-, photodynamische und operative Therapie. Auch Lokaltherapien in Form von Lösungen, Salben oder Pflastern mit Salicyl-, Milch- oder Essigsäure haben sich als wirkungsvoll erwiesen. Hin und wieder kommt es zu erneutem Befall, da das Papillom-Virus nicht immer vollständig zerstört werden kann.

Wenn Sie Warzen bei sich oder Ihren Kindern feststellen, kommen Sie zu uns. In unserer Praxis können wir die Art genau bestimmen und gezielt dagegen vorgehen.

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2019-07-14T17:44:01+02:00